TBR § 25: Legale und illegale Änderungen einer Ansage

A. Unabsichtliche Ansage

1. Bis sein Partner eine Ansage macht, darf ein Spieler eine unabsichtlich abgegebene Ansage durch die von ihm beabsichtigte Ansage ersetzen, aber nur, wenn er dies ohne Gedankenpause tut oder zu tun versucht. Die zweite (beabsichtigte) Ansage bleibt bestehen und unterliegt gegebenenfalls der anzuwendenden Regel.

2. Ein Spieler darf keine Ansage mehr ersetzen, wenn sein Partner anschließend eine Ansage abgegeben hat.

3. Endet die Reizung, bevor sie den Partner des Spielers erreicht, darf keine Änderung nach dem Ende der Reizphase (siehe § 22) mehr vorgenommen werden.

4. Ist eine Änderung zulässig, darf der linke Gegner jede Ansage zurücknehmen, die er über die ursprüngliche Ansage abgegeben hat. Informationen, die sich aus dieser zurückgenommenen Ansage ergeben, sind nur für seine Seite erlaubt. Ansonsten gibt es keine weitere Rektifikation.

B. Beabsichtigte Ansage

1. Eine Ersatzansage, die nicht gemäß Absatz A zulässig ist, darf vom linken Gegner angenommen werden (sie ist angenommen, wenn der linke Gegner bewusst weiterreizt). Die erste Ansage gilt dann als zurückgenommen, die zweite Ansage bleibt bestehen und die Reizung geht weiter.

2. Außer in dem in Nr. 1 genannten Fall wird eine Ersatzansage, die nicht gemäß Absatz A zulässig ist, aufgehoben. Die ursprüngliche Ansage bleibt bestehen und die Reizung geht weiter.

3. Bei einer aufgehobenen oder zurückgenommenen Ansage kommt § 16 D zur Anwendung.

Nachträgliche offizielle Fußnote

regelseite/tbr_25.txt · Zuletzt geändert: 09.04.12 von Stefan Filonardi
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